KAISERLICHER AUTOMOBILCLUB

Kaiser Classic Tour

“Auf den Spuren des letzten deutschen Kaisers”

1898 entdeckte die Großherzogin Anastasia von Mecklenburg-Schwerin nach einem Besuch in Frankreich ihre Vorliebe für das Autofahren, bei Hofe warb Anastasia für das Automobil. Am 31.Juli 1899 wurde in Berlin der Deutsche Automobilclub (DAC) gegründet.

 

1904 wurde dem DAC die Ausrichtung des Gordon-Bennett-Rennens am 17. Juni im Taunus übertragen. Diese Konkurrenz, von dem Herausgeber des „New York Herald“ im Jahre 1899 als Wanderpokal gestiftet, genoss internationale Bedeutung und hatte eine beispiellos starke Rückwirkung auf die internationale Automobilindustrie. Der DAC als Verwalter des Rennens lenkte somit die gesamte internationale Aufmerksamkeit auf sich. Start und Ziel des Rennens lagen vor der Kaisertribüne auf dem Saalburghügel, auf der auch der Kaiser dem Rennen beiwohnte. Deutschland verteidigte seine Ehre würdevoll vor des Kaisers Augen, den Sieg trug jedoch Frankreich davon. Die Herausforderung, ein Rennen dieses Renommés auszurichten, bestand der DAC insgesamt jedoch mit Bravour. Kaiser Wilhelm war derart angetan von den Leistungen des Clubs, dass er im selben Jahr die Ehrenmitgliedschaft annahm.

 

Am heiligen Abend 1905 begann für den DAC eine neue, wegweisende Ära: Kaiser Wilhelm II. übernahm „mittelst allerhöchster Kabinettsorder“ das Protektorat über den Club. Seitdem genoss der Club das einzigartige Privileg, sich Kaiserlicher Automobil-Club, KAC, nennen zu dürfen. Mit dem Kaiser und seinem Bruder, Prinz Heinrich von Preußen, hatte der KAC zwei überaus einflussreiche und wichtige Förderer hinter sich stehen. Besonders wegweisend waren die Bande mit dem seit jeher sehr motorsportaffinen Prinz Heinrich. Dieser übernahm zahlreiche Protektorate, wie die der Internationalen Automobil-Ausstellung 1906, und war auch Namensgeber für eigene Rennen, wie der Prinz-Heinrich-Fahrten.

 

Der KAC engagierte sich auch in Fragen der Verkehrsinfrastruktur und der Verkehrsregelung sowie -sicherheit stark. So beteiligte sich der Club ab 1906 aktiv an der Entwicklung der ersten Verkehrsregeln. Daneben nahm er sich in der Vereinsarbeit auch sozialer und touristischer Fragestellungen an. Fragen der Straßenverkehrs-verbesserung, der Technik, der Sicherheit, der Abwehr übermäßiger Belastung des Autofahrers und der Motor-Touristik fielen in seinen Aufgabenbereich. Eine Pensionskasse für Chauffeure wurde gegründet, die später unter dem Namen "Kaiser-Wilhelm-Stiftung" auf sozialem Gebiet für Fahrer, die beispielsweise durch Unfall in Not geraten waren, sehr viel getan hat.

 

Allgemein war das damalige Gründungsziel des Clubs, die Position Deutschlands unter anderem im Automobilsport zu stärken, nahezu erreicht. Der KAC veranstaltete regelmäßig Rennen, an denen Prinz Heinrich persönlich teilnahm. Dazu zählten unter anderem das Kaiserpreis-Rennen 1907, die Herkomer-Konkurrenzen 1905-1907 und natürlich die Prinz-Heinrich-Fahrten 1908-1910. Diese Rennen, deren Veranstaltungsorte über ganz Deutschland verteilt waren, wurden vom Publikum begeistert aufgenommen und förderten die technische und wirtschaftliche Entwicklung des Automobils enorm.

 

International gestärkt war der KAC u.a. durch seine zahlreichen Kartellverbindungen ins Ausland. Zu diesen zählten unter anderem die Automobilclubs in Amerika, Groß-Britannien (Royal Automobile-Club), Frankreich, Belgien, Italien, Niederlande, Dänemark, Portugal, Russland, China oder auch Ägypten. Dem nationalen Kartell des KAC gehörten insgesamt 31 Automobilclubs in Deutschland an. Eine jähe Unterbrechung fand die Entwicklung des Automobils durch den Ausbruch des 1. Weltkrieges. Der KAC agierte zwar weiterhin in seinen Funktionen, war aber durch die Kriegsereignisse erheblich eingeschränkt. Nach dem Krieg änderte der KAC durch Beschluss einer außerordentlichen Generalversammlung am 7. Dezember 1918 seinen Namen in Automobilclub von Deutschland, AvD.

 

2012 wurden durch die Gründung des KAC vergangene Traditionen wiederbelebt. Der neue, alte KAC ist ein lebensstil-orientierter Club "Im kleinen Kreis" für Freunde von Klassikern und dem "Savoir vivre" zur Erhaltung der Freude an den ingenieurs- technischen Spitzenleistungen seiner Zeit - von Kennern für Kenner - auf Basis authentischer Geschichte und Traditionen.

 

 

www.kaiserlicher-automobilclub.de

 

 

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